Schlucht
Erste Umsetzung Zur Konstruktion Der Bauernhof Das Tal der Hölle
Oder: Die ersten Umsetzungen der
"Dioramentechnik"
Bei meinem Aufgang in den Dachboden kommt man über eine ausziehbare Leiter direkt in die Modelleisenbahnanlage. Um hier einen etwas überraschenden Effekt zu erhalten, baue ich diesen Einstieg in die Anlage als Felsenschlucht. Eine gewisse Idee gaben mir die Täler des Berner Oberlandes, speziell das Lauterbrunnental bei Stechelberg. An dieser Stelle ist das Tal sehr eng und steile Felsen ragen bis zum Plateau von Mürren. Hohe Wasserfälle geben ein fantastisches Bild. (Die Fotos sind wiederum als Vorschaubilder eingebettet.)
Ich habe mich nun an den ersten Teil gemacht, um ein Teil des Hochplateaus zu gestalten. Wobei ich mir die Freiheit nahm, auf dem Plateau nicht Mürren darzustellen, sondern Bahnlinien. Insgesamt wird das Tal ca. 1,7 Meter tief, bei einer Höhe bis zum Plateaurand von ca. 75 cm. (Das verbraucht eine Menge Gips und Styrodur). Um dieses Tal zu bauen verwende ich die Technik, die ich bei Wolfgang Langmesser gelernt habe. Das Stück das hier nun gezeigt wird, ist oben auf dem Plateau und ca. 75 cm lang. Es wurde aus der bestehenden Strecke umgebaut.
Was hier natürlich noch fehlt, sind noch die Tunnelwände von Spörle, (sie sind gerade im Keller am Trocknen), sowie gewisse Details, die die Fehler kaschieren, wie aber auch die Fahrdrähte bei der Oberleitung.
Die Burgruine stammt von der Firma Luft. Die ursprüngliche Bemalung war in einem Sandsteinfarbton. Da aber die Burgen jeweils aus den Stein gebaut wurden, der in der Umgebung vorhanden waren, musste die Burg ebenfalls einen Granit-Ton aufweisen und wurde deshalb umgefärbt.
Damit die Dimensionen sichtbar werden, hier noch einige Bilder der noch unfertigen Teile. Auf der Aufnahme rechts ist gut sichtbar, wie die Felswand mit Styrodur-Schichten aufgebaut ist, dann mit Gips überzogen wurde um später mit den verschiedenen Farbschichten bemalt zu werden.
Die Grössenverhältnisse sind ebenfalls erkennbar. Das Burgmodell weist eine Höhe von ca. 20 cm auf und thront doch auf einer recht beachtlichen Felswand.
Stand 30. Mai 2006
Nun ist es inzwischen Oktober 2006 geworden. Am
Talende habe ich entgegen den obigen Fotos die Schlucht wieder geöffnet,
damit es nicht so erdrückend
wirkt. Durch den dunklen Granit ist die Wirkung beklemmend geworden. Dies war
aber durchaus in meinem Sinn, denn das Lauterbrunnental das als Vorbild dient,
ist es stellenweise auch.
Es ist Hochsommer, das Gras hat durch die Trockenheit recht gelitten. Dieses Ausgetrocknet sein, habe ich durch die Verwendung der Frühherbst Matten von Silhouette Rechnung getragen. Die Stieleiche, die von der Hochsommerlichen Hitze etwas Durst hatte und darum am unteren äusseren Ende die Blätter leicht braun verfärbte, stammt aus der Modelbaum-Manufaktur von Manfred Grünig. Von diesen Bäumen habe ich nun etliche schon verpflanzt, ebenso Dutzende von seinen Naturbüschen. Bei diesen Bäumen besteht echte Suchtgefahr. Es ist eine begeisternde Sache!!! Und da ich immer gerne etwas Reklame mache für die Menschen, die Herausragendes herstellen, hier doch gleich der Link dazu. Und wenn Sie sagen, die sind aber teuer, die Bäume; dann sagen Sie dies nur bis Sie so ein Baum in der Hand gehalten haben.
http://www.modellbaum-manufaktur.de/
Der Abhang vor dem Bauernhaus war eine Herausforderung. In den Bildbänden von den von Brandl gestalteten Anlagen sieht man immer wieder die schönen Verläufe der verschiedenen Gräser. Ich habe lange die Bilder studiert und mich heute an die Umsetzung gemacht. Ich glaube, es ist mir fürs Erste nicht schlecht gelungen. (Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bild. Durch die Vergrösserung sieht man das Ergebnis noch etwas besser.)
Ja, so wird dieses Tal inskünftig heissen. Denn als mein Lehrmeister Wolfgang Langmesser die ersten Fotos dieses Tals gesehen hatte, war er entsetzt. Wie kann man nur; da sollen Menschen wohnen!! Das muss ja die Hölle sein. (Wir armen Schweizer müssen halt in solchen Tälern wohnen J )
Nun sind wir im Dezember 2006
angelangt und der Talgrund ist nun endlich vollendet. So quasi als mein eigenes
Weihnachtsgeschenk.
Ich habe hier nun einige Fotos vom Talgrund, der natürlich mit den Bäumen aus der
www.modellbaum-manufaktur.de
von Manfred Grünig bestückt ist.
Den Wasserfall
(eher ein Staubbachfall, wie es einen gleichnamigen Wasserfall im
Lauterbrunnental gibt.) habe ich aus Material für
Weihnachtsdekoration gebastelt. Diese "Weihnachtswatte" wurde
schlussendlich nur mit mehreren
Schichten Klarlack eingesprüht. Versuche mit Water Effects von
Woodland, mit Watte oder auch auseinandergefieselte Filtermatte brachten nicht
das gewünschte Ergebnis. Ebenso hatte ich keinen Erfolg, diese "Weihnachtswatte
mit UHU, TESA oder irgendeinem anderen Kleber zu überziehen. Trotzdem, mit dem
Wasserfall bin ich noch nicht zufrieden und es werden sicher noch Versuche
folgen, den Wasserfall zu verbessern.
Wie auf den nachstehenden Fotos ersichtlich ist, habe ich die Wiesen, Wegränder und auch den Bachlauf intensiv mit Büschen von der Modellbaummanufaktur, wie auch von Mininatur ausgestattet.Diese Detaillierung hat Stunden gedauert, aber ich finde so kommt Leben in die Natur. Den Bach selber habe ich mit Window Color (nein nicht ein abgewandeltes Betriebssystem, Fensterfarbe) gestaltet. Am Schluss mit einigen Tupfern weisser Farbe um die Gischt anzudeuten.