Vorbahnhof

Zu jedem Bahnhof, gibt es einen Vorbahnhof. Oft wird dieser Bahnhofsteil etwas vernachlässigt. Dabei gibt es gerade in diesem Teil sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Viele kleine Details erzielen hier eine grosse Wirkung. Nun so weit bin ich mit der Ausgestaltung noch nicht. Was ich immer wieder schön finde, ist die Entwicklung der Gleisanlagen, Weichen die einander einfach folgen, weil sie einfach dort hin gehören. Der 2 - Leiter Bahner hat es in diesem Gebiet gut, sofern er dafür genügend Platz hat. So schaue ich manchmal etwas neidisch auf die wunderschönen, superschlanken Weichen und Kreuzungsweichen. Aber alles kann man(n) nicht haben :-)

Auch beim Märklin K-Gleis gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung. Grundforderung ist: Weg mit den Antrieben von der Oberfläche, hin in den Untergrund. Eine kostengünstige Möglichkeit und auch relativ einfache Methode zum Umbau mit den Original Märklin Spulenantrieben wurde von Gregor Tomasi in der Zeitschrift Loki publiziert. Was mich dann davon abhielt, ist, dass man immer wieder hört, dass die Märklinantriebe digital geschaltet, immer wieder unzuverlässig sind. (Gregor Tomasi schaltet meines Wissens analog) Deshalb habe ich mich wohl zum teureren, aber zuverlässigeren motorischen Antrieb entschieden. Und es macht dann halt beim Schalten nicht mehr einfach klack, sondern man sieht, wie die Weichenzungen schön langsam die Stellung wechseln.

Weichenumbau    Quertragwerk   Abspannwerk

Umbau der Weichen

Nachdem nun die Unterstadt soweit gediehen ist, dass nicht mehr grosse Eingriffe gemacht werden müssen, habe ich mich dem Vorbahnhof angenommen. Bei meinem ersten Layout hatte ich bei den Weichen und doppelten Kreuzungsweichen die Original - Spulenantriebe, sowie die Weichenlaternen von Märklin eingebaut. Da meine Ansprüche in den letzten 5 Jahren sich sehr stark gewandelt und (hoffentlich) auch entwickelt haben, befriedigte mich diese Lösung nicht mehr. (Es gab Zeiten, da war bei einem Signal für mich wichtig, dass es Rot, Grün und auch Gelb hatte; diese Zeiten sind vorbei, darum siehe unten "Quertragwerk") :-) Beim Fahrbetrieb fiel mir auch immer auf, dass speziell auf den doppelten Kreuzungsweichen die Loks mit einem gewissen Schuss darüber fahren mussten, damit sie nicht stehen blieben.

Wieder einmal verhalf de.rec.modelle.bahn zur Lösung.

Als motorischen Weichenantrieb habe ich mich für den Flüsterantrieb von Kurt Harders http://www.mbtronik.de/ entschieden. Der Antrieb verdient wirklich seinen Namen. Wenn ich andere Weichenmotoren höre, dann erschrecke ich ab dem Lärm, die die veranstalten. Nicht so bei den Flüsterantrieben. Die Servos habe ich noch zusätzlich mit einer kleinen Schicht Moosgummi von der Grundplatte getrennt. Man hört wirklich kaum mehr etwas.
Der Wechsel vom Märklin Spulenantrieb zum motorischen Weichenantrieb bedingt jedoch einen Umbau der Weiche. So habe ich dann meine schlanken Weichen nach einer Idee von Peter Popp http://www.peter-popp.de/bahn/pm_kweichenumb.html  umgebaut, respektive vollständig ersetzt, da ich keine Zeit hatte, die Herzstücke von Hand zu feilen und mir dies auch nicht zutraute. Die doppelten Kreuzungsweichen wurden nach Michael Prieskorn http://members.tripod.com/~Bardioc/Seite03/index-3.html zusätzlich verdrahtet, damit sie auch mit kleinen Loks und langsamer Geschwindigkeit befahren werden können.

Jetzt ist alles natürlich mit Unterflurantrieb aufgebaut. Was einen effektiv noch wesentlich besseren Eindruck macht, ist das Herausarbeiten der Schwellen (die ja vorher als einziges Stück mit Plastikverbindung gegossen waren). Mit dem Dremel geht das ganz leicht und rasch. Das Einschottern der Weichen ist zwar was friemelig, weil ja beiden beweglichen Teilen kein Schotter ran darf, aber das optische Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.

Und die Märklin-Weichenlaternen habe ich durch Zwerge von Microscale ersetzt.

Diese beiden Bilder sind noch noch ohne zusätzliche Ausstattungen

       

 

 

 

 

 

 

 

Auf diesen Bilder habe ich Kabelkanäle von Erbert verlegt. Diese Kabelkanäle wurden zuerst mit der Betonfarbe von Heki gestrichen, damit der Plastiklook verschwindet. Mit Puderfarben wurde Flugrost angedeutet. Bei den Weichen habe ich aus Messingätzteilen (gerippte Platten von HRF) selber Weichenantriebe hergestellt. Diese Weichenantriebe wirken sehr klein, aber sie sind genau im Massstab 1 : 87. Zum Entsetzen der Bahnmitarbeitern der SBB habe ich auf einem Bahnhof die Weichenantriebe ausgemessen. (Natürlich unter Wahrung sämtlicher Vorsicht. Massstäblichkeit nützt mir nichts, wenn ich dann von einem Schnellzug erfasst werde.) Weitere Ausstattungsdetails werde ich dann noch hinzufügen, wie Indusi-Magnete etc. Die Quertragwerke wirken noch zu neu, diese werden ebenfalls noch mit der Airbrush ihre Patina erhalten. Am Schluss sind noch ganz kleine Reste von Heki-Floor, Filigranbüsche von Silflor/Silhouette auf die Anlage gesetzt worden.

Auf den untenstehenden Fotos sieht man, dass das eine Gleis  im Vordergrund noch nicht mit Rostfarbe behandelt ist. Die Wirkung des behandelten Gleises ist ungleich viel besser.

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quertragwerk mit Hängesignal und Abfahrtsbefehl

Und jetzt kann das Bahnhofsvorfeld gestaltet werden. In einer ersten Phase habe ich mal die Signalbrücke aufgestellt. Dann werden die Zwergsignale von Microscale montiert, nicht ohne zuvor die Weichenantriebe auf Unterflur umgebaut zu haben. (Ja ja die Sünden des Anbeginns des Bauens verfolgen einem halt doch stark!!) Für die Unterstützung der Schaltungstechnik für das Gleisvorfeld möchte ich hier Daniel Luttringer herzlich danken. Seinen Ansatz zum Gestalten und vor allem Steuern einer Modelleisenbahnanlage  mittels einem nachempfundenen Domino-Stellpult finden Sie unter folgendem Link: http://www.luttringer.ch/

       

UND KAUM VERÖFFENTLICHT, Ein Telefon von Danny. :Die Abfahrtsignale sind falsch geschaltet. Sie leuchten nur beim definitiven Abfahrtsbefehl und dann zwar beide Lampen, also grün und weiss zugleich. Danke für den Hinweis!

 

 

Ja und was folgt noch auf dem Bahnhofsvorfeld: z.B. noch ein Quertragwerk mit Spannwerk von Barin-Modell ?

.... das wäre noch was

 

Abspannwerk

Ja und es ist so gekommen, wie es kommen musste. Das Barin - Modell liess mich nicht los und es musste gekauft werden. Hier die ersten Bilder:

                                       

 

Stand 12.02.06

 

 

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