Der LIMA TEE (noch in Umbauarbeit)

 

Ich konnte nicht widerstehen; als ich den Lima RAE TEE im Schaufenster für den halben Preis sah. Er ist einfach schön, das muss man(n) ihm lassen. Nur fahren wollte das Ding partout nicht! Also ist Umbau angesagt. Und überhaupt, eine Lok oder ein Zug nur so aus der Packung nehmen und laufen lassen; das kann ich mir je länger, je weniger vorstellen.

 

Erstens:

Bei MTR, Modelltechnik Renfer in Lengnau BE, ein Fauli plus zwei anständige Getriebe einbauen lassen. Plus natürlich den ATL plus Decoder von UMELEC.

Zweitens:

Die ganze Innenbestuhlung in den am Original nächsten scheinenden Farbe spritzen. Damit ich mit der Airbrush spritzen konnte, habe ich zuerst all die Teile die keine Farbe haben dürfen mit Maskol von Humbrol abgedeckt (Revell geht auch). Dann mit der Schminke Farbe „Englisch rot“ alles gespritzt (ausser natürlich den blauen Teil)  und das Maskol wieder abgefriemelt. Mit weisser Farbe den Polsterschutz in Kopfhöhe auf allen Sesseln angebracht und die Preisers konnten sich setzen. Da im Speisewagen die Abstände von Tisch und Stuhl nicht stimmten, mussten bei diesen Gästen ein grosser Teil des Unterleibes amputiert werden. (Sie haben es alle überstanden und sind wohlauf)

Drittens:

Da die Stromversorgung über die Kupplungen absolut unsicher war und zudem Kurzschlüsse verursachte, habe ich vom ersten bis zum letzten Wagen eine zweifache Leitung gezogen an die die Lichtleisten und natürlich der Motorwagen angeschlossen wurde. Als Stecker / Kupplungen habe ich Steckerleisten für IC’s verwendet. Einziger Nachteil, sie müssen mit der Pinzette zusammengesteckt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Viertens:

Von Trocks Electronics (in der Schweiz durch Arno Wilhelm www.modellbahnbeleuchtung.ch erhältlich) habe ich die Lichtleisten im Wagendach montiert. Dies ging mit der Heissklebepistole sehr zügig, sogar die Kabel konnten gut befestigt werden und sind von aussen überhaupt nicht sichtbar.

 

 

 

 

 

 

Fünftens:

Die Kupplungen von LIMA erweisen sich in ihren mechanischen Eigenschaften als sehr schlecht. In den Kurven (bei mir sind standardmässig die kleinsten Radien mit 554 mm verlegt. In nicht sichtbaren Ausnahmesituationen notfalls das 2231 mit 425 mm) fliegen die Wagen regelmässig raus. Jetzt bin ich auf der Suche nach geeigneten Kurzkupplungen. (Die von Roco gehen leider nicht, da der Abstand des Drehgestells zum Wagenende und auch zum Wagenboden zu klein ist.) Gemäss Tipps aus dem Forum de.rec.modelle.bahn (herzlichen Dank an alle!) werde ich die nächsten Versuche mit Symoba Kupplungsschächten machen.

Sechstens:

Jetzt bleibt nur noch der Ersatz der Faltenbälge, welche eigentlich keine Bälge sind. Da bin ich noch auf der Suche nach dem geeigneten Material. Als erste Idee werde ich mal versuche mit Seide machen. Seide sollte genügend elastisch sein um in den Kurven keinen Widerstand zu bieten.

Ach ja, und was ich noch vergessen habe, ein Achstausch ist auch noch angesagt und wenn dann der Zug endlich schön fährt, dann kommt noch die Airbrush ...........

 

    

 

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