Steuerungsprogramme
Vorbemerkungen Umsetzungen TrainController - Seimar
Zur Zeit gibt es mehrere Programme, die die Modelleisenbahn mit dem PC zu steuern. Ich lasse hier auch bewusst das Thema der Proprietären Zentralen aus EasyControl, ECoS, DiCoStation, Central Station, Control Unit, Intellibox und wie die Dinger alle heissen, (. Für mich war/ist die Verwendung des Computers ein Thema, an das ich mit unendlicher Langsamkeit angenähert habe, der "Respekt" davor war einfach zu gross.
Im Wesentlichen waren für mich zwei Programme aktuell: Railware und Railroad /TrainController. An einem Seminar hatte ich mich ursprünglich für Railware entschieden, da mir die Philosophie der Automatik zugesagt hatte. Ich besuchte dann in der Folge auch zwei Seminare für Railware in Hockenheim. In der Zwischenzeit habe ich mit Litttfinsky die Rückmeldemodule auf der Nebenbahn eingebaut. Da ich ja 3-Leiter verwende, war dies ein recht einfaches Unterfangen. Als Bus verwende ich den RS-Bus von Lenz, da der weitverbreitete S88 meines Erachtens zu viele Schwachstellen hat.
Dann war es an Weihnachten 2008 soweit, dass ich die Railware Software Version 6 auf einem nicht mehr benötigtem PC installieren wollte. Und die Software liess sich nicht installieren. Der PC erfüllte die geforderten Minimalstandard mehr als genügend. Trotzdem die Probleme begannen nun erst recht. Das Memory wurde auf 4 MB erhöht. Die Software liess sich immer noch nicht installieren. Das Betriebssystem wurde von Windows 2000 auf Windows XP gewechselt. Es ging nicht. Der Software-Support von Railware reagierte auf meine Anfragen überhaupt nicht und die Frustration stieg erheblich. Es erfüllten sich alle Prophezeihungen, die so im Internet gefunden wurden, über den mangelnden Support und über die Instabilität von Railware..
Auf Anraten von Giorgio Hoenig www.gotthardmodell.ch installierte ich dann im April 2009 TrainController und siehe es ging! So habe ich nun neben der Lizenz von Railware auch noch eine TrainController Gold Lizenz.
Nun bin ich aber mit dem Leidensweg noch nicht fertig. Das Interface von Lenz mit dem seriellem Anschluss konnte Problemlos angeschlossen werden und die Verbindung wurde auf Anhieb erkannt. Doch schon ein erster Erfolg. Am nächsten Tag als ich den PC erneut in Betrieb nehmen wollte, ging absolut nichts mehr. Der PC kannte seine ganzen Festplatten nicht mehr. Kein Trick bewegte diesen Computer, irgendetwas zu erkennen. Da war guter Rat doch im wahrsten Sinne teuer. Nun kam die Idee einen Notebook zu kaufen. Aber die gängigen Notebooks haben keine serielle Schnittstelle mehr! Und ich hatte doch ein serielles Interface von Lenz.
So kaufte ich dann beim "ich bin doch nicht blöd) - Laden einen Notebook, der unwesentlich mehr als die Memory- und Softwareaufrüstung des alten PC's gekostet hat. Aber eben ohne serielle Schnittstelle. So musste noch von Hama eine Karte dazu mit einem Schnittstellenwandler. Nur arbeitete der nicht zuverlässig. Er verlor immer wieder den Kontakt zur Zentrale. Trotzdem der erste Erfolg stellte sich ein, der Computer steuerte die erste Lok über die Teststrecke; und ich war mächtig stolz.
Auch in Falle der nicht konstanten Verbindung zwischen Zentrale und Computer wurde mir geholfen. Nicht von der Telefonauskunft, sondern von Giorgio (Besten Dank!) Einen Schnittstellenwandler von IBM. Aber der tut's tatsächlich!
Nachdem ich einige Nachmittage damit verbracht hatte, den Gleisplan in TrainController in eine gescheite Form zu bringen (dank den guten Tipps, ja von wem denn :-) ... stehe ich nun am Punkt, dass ich die ersten Rückmeldemodule mit dem Computer verbinden werde. Dies sollte in diesen Tagen, Mitte Mai 2009 geschehen.
Ich werde davon berichten
Hier mal die ersten Printouts des Planes im TC
Der Bahnhof Eichenstadt

und hier die Nebenbahnstrecke

25. Mai 2009
und die ersten Rückmeldungen funktionieren! In der Folge werden die Flüsterantriebe von Harders für die Weichen angeschlossen und justiert. Eine Viechsarbeit, die ich völlig unterschätzt habe. Bei den K-Weichen (nicht die schlanken, die normalen) muss der Stelldraht horizontal eingeführt werden und hat leider zum Teil grosses Spiel. Da besteht noch einiger Bedarf für Feinarbeit.
1. Juni 2009 (Pfingsten)
Ideales Wochenende um die Zeit in Eichenstadt zu verbringen. Die Kontaktmelder des Schattenbahnhofs 1 werden an das Digitalsystem angeschlossen. Es zeigt sich, dass beim Gleisplan kleinere Korrekturen vorgenommen werden müssen, damit die Blöcke sauber dargestellt werden können. Im Schattenbahnhof habe ich die normalen Märklin - Weichenantriebe (klick-klack) beibehalten. Sie werden mit den Weichendecodern von Littfinsky angesteuert. Scheint zu funktionieren. Mal schauen, wie lange.
Auf jeden Fall, meine Nebenbahnlok fährt nun schon beinahe schon die Hälfte der Nebenbahnstrecke und die Blöcke werden schön angezeigt. Auch ein Erfolg
29. Juni 2009
In der Zwischenzeit habe ich sämtliche Weichenservos (Flüsterantriebe von Hardes) in Eichenstadt und die Märklin Weichenantriebe angeschlossen und der ersten TrainController gestützten Rundfahrt würde nichts entgegenstehen, wenn ...... Ja wenn das berühmte Wörtchen "wenn" nicht wäre.
Das Internet ist voll von Hinweisen, dass diese
v.... Märklin Weichenantriebe nicht sauber laufen. Bei mir auch. Sie schalten sehr schlecht,
wenn die Endabschaltung nicht ausgehebelt wird. So habe ich nach den Bildern von
Reiner Rapp
http://www.reiner-rapp-weinstadt.de/4956.html begonnen die Weichenantriebe
umzubauen. Der Umbau geht sehr schnell, es ist ja nur ein einziger Kontakt zu
überbrücken; ein sogenannter minimal invasiver Eingriff. Am Schluss ein Tropfen Oel auf den Schlitten und die Dinger funzen. Bevor ich
jetzt mit der Programmierung weiterfahre, werde ich alle Märklin Weichenantrieb
umbauen. Gott sei Dank habe ich sie ja alle schon eingebaut. :-(
Schlauerweise habe
ich begonnen die Anschlüsse nicht mehr zu verlöten sondern mit Bananensteckern
und - Muffen zu verbinden. Ausbau geht dann etwas schneller :-)
Die Fotos zum Umbau und Anleitung sind auf der SEite von Reiner Rapp sehr gut beschrieben, deshalb wiederhole ich dies hier nicht, sondern verweise auf seine Homepage.
Eine weitere Bauanleitung für den Umbau der
Märklin Weichenantriebe habe ich bei Ralf Bücker gefunden.
http://www.ralf-bueker.de/Endabschaltung_in_7549_entfernen.htm
Der Umbau ist noch etwas radikaler als der von
Reiner Rapp. Soweit bin ich nicht gegangen.
Hier die Fotos vom Umbau von Ralf Bücker:


06.07.09
Die erste TrainController gesteuerte
Rundfahrt ist geschafft. Alle Weichenantrieb sind umgebaut,
(zwei mal natürlich, weil ich intelligenterweise erst im Nachhinein festgestellt
habe, dass die Weichenantrieb zwei Endlagen haben und beide umgebaut werden
müssen.) Also wer nicht denkt, baut zweimal ;-( Die Harders
Flüsterantriebe http://www.mbtronik.de/
sind justiert und einige Fehler bei der Verdrahtung korrigiert.
Jetzt geht es an die Programmierung, da werde ich mir sicher noch die Haare raufen.
13. Juni 2009
Im Rahmen eines Seminars, organisiert durch das Albulamodell - Forum, bot Thomas Arlitt, TrainController Consultant www.arlitt.de ein Einführungskurs in das TrainController Gold - Programm.
Statt selber lang aufzuzählen was geboten wurde, hier das Kursprogramm:

Der Kopf rauchte darnach ziemlich stark, aber es wurde in diesem Seminar von Thomas Arlitt die vielfältigen Möglichkeiten dieses Programmes aufgezeigt. Sogar für den nach wie vor in Blockstrukturen (Grundlage und Hauptunterschied zu Railware) denkenden Menschen wie ich, wäre ein Blockmodus möglich. Nur so ganz langsam erahne ich, dass ich mit diesem Denken mir doch einige Möglichkeiten vergeben würde, so dass Umdenken angesagt ist. Die Hilfe von Profis, werde ich sicher noch benötigen. Auf jeden Fall habe ich am darauf folgenden Sonntag, trotz schönem Wetter, intensiv weitere Kontaktmelder an meiner Anlage angeschlossen. Bald steht der ersten PC gesteuerten Rundfahrt nichts mehr im Wege.
